mondamo.de | Dezember, 2011
Leben und Lieben, Lesestoff >>

Neujahrsgeschenk: Power of Compassion

Für das neue Jahr habe ich mir ein kleines Geschenk für euch ausgedacht.

Angeregt durch Salzbergs The Force of Kindness habe ich mir mit der Zeit eine eigene Version der Meditation über Güte, Mitgefühl und Liebe zugelegt. Ich denke jeder kann sie seinen eigenen Vorstellungen gemäß anpassen.

Es geht darum, die Liebe für sich selbst und andere in sich zu kultivieren. Ihr Raum zu geben, sich zu entfalten und sich Zeit zu nehmen, sie wahrzunehmen und zu pflegen.

Sie ist in verschiedene Absätze gegliedert. Wenn du sie praktizieren willst, gehe schrittweise vor: nach einer Zeit der Stille und Einkehr beginne dir die Sätze des ersten Abschnittes zu sprechen, solange zu wiederholen, bis du ganz mit ihnen einverstanden bist. Dann gehe zur nächsten Strophe. Der erste Teil lässt dich mit dir selbst einfühlen. Danach denkst du an einen Menschen den du gerne hast und dessen Wohlergehen dir wichtig ist. Im nächsten Schritt übst du dich im Mitgefühl für jemanden, der keinerlei Widerstand aber auch keine Freude in dir weckt (zB die Postbotin). Erst danach pickst du dir jemanden raus, auf den du gerade wütend bist oder den du nicht leiden kannst. Wenn du merkst, dass sich diese Zeilen noch nicht gut anfühlen, oder dir unglaubwürdig vorkommen, bist du noch nicht bereit für diese Stufe. Also gehe zur vorherigen Strophe zurück und übe hier weiter. Es ist wichtig, die Sätze langsam, bedacht und aus vollem Herzen zu sagen. Sprich sie so, dass die Bedeutung des Satzes bei dir ankommt.

Bei mir merke ich, dass ich das was ich sage, auch so meine, daran, dass mir ein leises Lächeln um die Lippen spielt. Ich freue mich dann an der Vorstellung: dass jemand an den ich denke glücklich ist, dass ich froh und leicht durchs Leben hüpfe.

Ich habe diese Meditation heute für euch gesprochen und mit Musik unterlegt. Ihr könnt gerne mit mir gemeinsam Mitgefühl und Liebe üben –  das ganze nächste Jahr! :)

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Möge ich glücklich sein.

Möge ich frei sein von Kummer und Leid.

Möge ich in Frieden leben.

Möge ich gesund sein.

Möge ich froh und leicht durchs Leben gehen.

 

Mögest du glücklich sein.

Mögest du frei sein von Kummer oder Leid.

Mögest du gesund sein und in Frieden leben.

Mögest du dem Leben gelassen begegnen.

Mögest du fröhlich und leicht durchs Leben gehen.

 

Möge die Frau, die so unfreundlich war, glücklich sein.

Möge sie frei sein von Kummer, frei von Leid.

Möge das Leben ihr in seiner sanftesten Form begegnen.

Möge sie voller Gelassenheit sein.

Möge sie glücklich sein.

 

Mögen alle Menschen glücklich sein.

Mögen sie frei sein von Kummer und Leid.

Mögen sie froh und leicht durchs Leben gehen.

Mögen sie in Frieden leben.

Mögen ihre Herzen offen sein für all das Schöne und für die Liebe.

 

Foto: Peter From

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 31, 2011 ·
Humor, Video >>

Sei kein Frosch!

Gehts dir manchmal so? Du siehst einen Leckerbissen, schnappst danach, erwischst ihn scheinbar auch… aber den Eindruck, dass die Sache irgendwie faul ist, wirst du nicht los? Dir wird gesagt, du hast gewonnen! und stehst doch mit leeren Händen da. Hilft nur eins: Ausflippen!






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 27, 2011 ·
Gesellschaft, Linktipp >>

Machtexplosion durch das Internet

Was hat sich in letzter Zeit am meisten geändert? Ich würde Herrn Kruse zustimmen: Es ist die deutliche Machtverschiebung vom “Anbieter” zum “Nachfrager”. Durch das Internet hat sich der Welt ein Instrument aufgetan, Wissen zu verbreiten, Neuigkeiten schnell an Gleichgesinnte weiterzuleiten, die explosionsartig weitere erreichen – weil wir vernetzt sind, weil es noch nie so einfach war dieses “GEMEINSAM SIND WIR STARK” auch auszuleben!

Als Herr Kruse im Juli 2010 diese kurze Rede hielt, standen der arabische Frühling und die Bewegung Occupy (USA, Deutschland, und anderswo) noch bevor. Wer weiß, was noch alles kommen mag?

Ein eindrucksvolles Beispiel, wie zB Twitter genutzt werden kann, zeigt die Live-Map die die Tage des Castortransportes dokumentiert mit den zahlreichen Meldungen die zu der Zeit getwittert wurden:

Aber eben weil das Internet so wichtig ist, um Sachen ändern zu können – um die kritische Masse zu erreichen, die Änderung leichter möglich macht – ist es WICHTIG aller Zensur und Spitzelei im Netz Einhalt zu gebieten.

 

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 26, 2011 ·
Leben und Lieben, Video >>

Von Herzen schenken..

.. fällt diesem Mädchen sehr leicht. Kinder haben eine sehr berührend einfache Art die Welt zu sehen; und sie wieder in Ordnung rücken zu wollen.






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 26, 2011 ·
Bild am Montag, Humor >>

Bild am Montag: PayPal

Was musste man sagen, um den Papst zur Kasse zu bitten? “Pay, Paul!”

Quellen: Wikimedia CommonsmadhavajiPhil and Pam Gradwell






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 26, 2011 ·
Leben und Lieben, Lesestoff >>

Lieber glücklich oder froh?

Heute morgen ließ ich mich von Tamaro fesseln. Ich blieb im kuschelig warmen Bett und schmökerte in Geh wohin dein Herz dich trägt. Dabei stieß ich auf folgende Zeilen, die noch sehr in mir nachklingen:

Mein Vater und meine Mutter ließen keine Gelegenheit aus, um mir meine Singgewohnheit vorzuwerfen. Einmal beim Mittagessen bekam ich sogar eine Ohrfeige – weil mir ein “Trallala” herausgerutscht war. “Bei Tisch singt man nicht”, hatte mein Vater gedonnert. Ich weinte und sagte immer wieder unter Tränen: “Aber es singt in mir.” […] Ganz allmählich ist die Musik verstummt, und mit ihr das Gefühl tiefer Freude, das mich in den ersten Jahren begleitet hatte.

Der Freude habe ich am allermeisten nachgetrauert, weißt du. Später bin ich auch glücklich gewesen, gewiss, aber das Glück verhält sich zur Freude wie eine elektrische Lampe zur Sonne. Das Glück hat immer einen Gegenstand, man ist über etwas glücklich, es ist ein Gefühl, dessen Auftreten von etwas Äußerem abhängt. Die Freude dagegen […] kommt ohne jeden ersichtlichen Grund über dich, sie gleich in ihrem Wesen der Sonne, leuchtet dank der Verbrennung ihres eigenen Herzens.

Wir rennen immer dem Glück hinterher, von einem Glücksmoment zum nächsten… und sicher: Glücksmomente sind wunderschön. Und doch ist da die Sehnsucht in mir, nach einer Unbeschwertheit und Gelassenheit, nach einer tiefen gelebten Fröhlichkeit. Sich des Lebens freuen, das ist für mich eine Haltung dem Leben gegenüber: voll Dankbarkeit, Liebe und Wertschätzung.

Ich bin ganz glücklich darüber, dass ich den Nachnamen Finck trage: wie der Vogel. In einem Wörtbuch über die Herkunft von Familiennamen fand ich heraus, dass die Finken diejenigen Leute waren, die als fröhlich pfeifende Wandergesellen durchs Land zogen. Jetzt liegt es nur noch an mir, meine genetische Programmierung zu entfalten :)

Foto: LoveFusion Photography

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 23, 2011 ·
Leben und Lieben >>

Wenn heute die letzte Möglichkeit wäre…

… jemandem den du magst, es auch zu zeigen?

… ein Problem zur Sprache zu bringen, bevor es zu spät ist?

… ans Meer zu fahren und die Nase in den Wind zu halten?

… überhaupt zu leben?

DANN würde ich vermutlich zuerst einmal resignieren, weil die Liste der Dinge, die ich tun möchte nicht gerade kurz ist (ein Glück!) Und klar, vermutlich würde ich dann Prioritäten setzen. Michael vom Experiment Selbstversorgung hat aber ganz Recht, wenn er meint, dass die Frage: “Was würdest du tun, wenn dies dein letzter Tag wäre?” zu kurz gedacht ist und spricht sich dafür aus, die letzten zehn Jahre nach ihrer Sinnhaftigkeit zu beleuchten: “Würdest Du rückblickend manche Dinge anders machen? Gibt es Prioritäten, die Du anders setzen würdest? Genug Erfüllung im Leben gehabt? Genug Zeit für wichtige Menschen?” – um dann anschließend die nächsten 10 Jahre anders zu gestalten. Denn nützt dir ein letzter (aus)gelebter Tag im Leben etwas, wenn der Rest nicht zufrieden macht?

Ich vermute, dass nur wenige Menschen tatsächlich ein carpe diem leben können und ich persönlich möchte mir auch die Freiheit bewahren, an ein Morgen glauben zu dürfen.

Wichtig ist nur, zu erkennen, dass die Gegenwart JETZT geschieht; dass in diesem Moment das ist, was man Leben nennt. Einmal mehr aufhorchen und die Welt um einen herum richtig wahrnehmen, die Schönheit wertzuschätzen und sich Raum für Dankbarkeit geben: das lässt einen Möglichkeiten wahrnehmen, die man vorher vielleicht gar nicht bemerkte.

 

Foto: Priscila Tonon Ramos 

 






... weiterlesen · { 2 } Kommentare · Dezember 20, 2011 ·
Dies und Das, Linktipp >>

Alles eine Frage der Perspektive

Wie groß ist der Mensch? Groß im Vergleich zu einer Ameise, wobei die auch für so manch amöbe Gestalten wie ein Riese anmuten muss. Wie klein ist der Mensch? Klein, im Vergleich zu einem Flugzeug. Und noch viel kleiner im Vergleich zur Erde, zu Sonne, zur Milchstraße… na, den Weg kennen wir ja schon!

Hübsch veranschaulicht gibts dies übrigens bei Cary und Michael Huang, die mit ihrer “Scale of the Universe” ganz sachlich aufzeigen, wie die Verhätnisse tatsächlich liegen. (Inzwischen gibt es auch eine zweite Version)

Also: Du hast ein Problem, dich ärgert was? Ist es ein großes oder kleines Problem? Wahrscheinlich ist das alles eine Frage der Perspektive ;)

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 20, 2011 ·
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Frieden? Von wegen!

Ich würde Klaus, den Geiger unheimlich gerne mal persönlich kennenlernen. Da setzt sich ein Mann, ungeachtet aller Konventionen und Vorurteile mitten in die Fußgängerzone von Köln auf das Pflaster und spielt Geige. Nicht etwa eine freundlich-sanfte Bourée, sondern vielmehr schrille Töne, die widerspiegeln, was fühlt: Wut.

Klaus singt aus Protest. Friedenspanzer, Friedensverhandlungen, die friedliche Nutzung … was für Wörter doch mit Frieden beginnen! Er hinterfragt die Scheinheiligkeit hinter so manchen heren Zielen: wie zum Beispiel für den Frieden zu beten – oder doch für die Moneten?

 

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 20, 2011 ·
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Ist Liebe nicht einfach?

Wenn ich manchmal im Trubel der Gefühle und gewälzten Probleme unterzugehen drohe, schimpfe ich mit mir und wünsche mir, mich fernab der Welt mit dem eigentlichen, dem höheren Sein zu beschäftigen… ganz in Mediation und dem All-Sein aufzugehen: Und damit die kleinen weltlichen Probleme hinter mir zu lassen. Doch dann denke ich häufig an Narziß und Goldmund und die Weisheit Hermann Hesses tröstet mich. Er schreibt:

Kein Zweifel: vom Kloster aus, von der Vernunft und Moral aus gesehen war sein eignes Leben besser, es war richtiger, steter geordneter und vorbildlicher… es war sehr viel reiner und besser als das Leben eines Künstlers, Vagabunden und Weiberverführers.

Aber … war der Mensch wirklich dazu geschaffen, ein geregeltes Leben zu führen, dessen Stunden und Verrichtungen die Betglocken anzeigten?

War er nicht von Gott geschaffen mit Sinnen und Trieben, mit blutigen Dunkelheiten, mit der Fähigkeit zur Sünde, zur Lust, zur Verweifelung?

Ja, und es war vielleicht wirklich nicht bloß kindlicher und menschlicher ein Goldmundleben zu führen: es war am Ende wohl auch mutiger und größer, sich dem grausamen Strom und Wirrwarr zu überlassen, Sünden zu begehen und ihre bittren Folgen auf sich zu nehmen – statt abseits der Welt mit gewaschenen Händen ein sauberes Leben zu führen, sich einen schönen Gedankengarten voll Harmonie anzulegen und zwischen seinen behüteten Beeten sündelos zu wandeln.

Und auch zu dieser Frage hat mir Terzanis Das Ende ist mein Anfang jetzt wieder eine Antwort gegeben. Nach 3 Jahren im Himalaya beim weisen Alten hat er  das Weite gesucht, und ist zurück zu Heim & Herd, sprich zur Familie gegangen, um seinen letzten Weg gemeinsam mit seiner Frau zu begehen: warum sich von all dem Weltlichen lösen? Wozu? Ich BIN doch im Weltlichen, außerhalb davon sein, kann ich noch lange genug.

Zu begreifen, dass das Weltliche nur „kleine“ Probleme sind, die dem Kosmos oder der Natur gleichgültig sind… ist für mich nicht Grund genug, das alles hinter mir zu lassen. Regen UND Sonnenschein, die Wechsel im Leben, die Aufs und Abs  sind doch spannend! Aufregend! LEBENDIG!

Es hat sein Gutes, hin und wieder von oben rauf zu schauen, die Perspektive zu wechseln. Das All-Sein zu begreifen oder besser noch „zu streifen“ hilft dann, sich nicht im Gewirr von Gefühlen und Menschsein zu verlieren; im Gegenteil: dankbar dafür sein. Dazu bin ich doch hier: um zu lieben und leben, mit all den Facetten!

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · Dezember 20, 2011 ·
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Ein einzelnes Steak macht tatsächlich einen Unterschied

Ich habe nicht nachgerechnet, aber es ist bestimmt etwas wahres dran: Tiere benötigen Essen und Trinken. Und das über einen mehr oder weniger längeren Zeitraum. Die ganzen Ackerflächen, die für pflanzliche Lebensmittel für den Menschen aufgewendet werden könnten… werden also vom Futtermittel-Anbau belegt. Vom Wasserverbrauch mal ganz zu schweigen.

In meinem Rabenschnabel-Kalender steht auf der Seite für den 21.03.2011 geschrieben, dass man den Begriff “virtuelles Wasser” eingeführt hat. Der dient dazu, zu beschreiben, wieviel Wasser für die Herstellung eines Produktes “wirklich” also direkt und indirekt verbraucht wird. Also für eine Tasse Kaffee beispielsweise braucht es nicht nur das Wasser für die Tasse, sondern auch das Wasser für den Anbau, den Wasserbedarf für Ernte, Verschiffung, Röstung und Verpackung. Da kommt man auf satte 140 Liter. Wow.

Ein kleiner Auszug aus der Liste der Produkte:

  • 1 DIN A4 Blatt: 10 Liter
  • 1 Mirkochip, der 2 g wiegt: 32  Liter
  • ein Kilogramm Weizen:  1100 Liter
  • ein Kilogramm Reis: 4000 Liter
  • ein Kilogramm Rindfleisch: 15000 Liter

Was man mit der Liste nun anfängt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich finde es nur wichtig, dass man sich bewusst macht, wieviel Mühe und Arbeit und Energie hinter jeder Sache steckt – und dass man dann die Dinge und Lebensmittel vielleicht auch anders wertschätzen kann.

 

 






... weiterlesen · { 3 } Kommentare · Dezember 20, 2011 ·
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