mondamo.de | März, 2012
Leben und Lieben, Video >>

Das Universum in uns.

Ist dir aufgefallen, dass all die Sterne da oben ein Teil von dir sind?
Du bist in ihnen – in diesem fantastischen, nicht greifbaren, wunderbaren Universum. Du gehörst dazu!

Und besser noch: Das Universum ist auch in dir, denn wir sind aus Sternenstaub gemacht.






... weiterlesen · noch keine Kommentare · März 26, 2012 ·
Dies und Das, Leben und Lieben >>

Seinen Traum verwirklichen – mit eigenen Händen etwas schaffen!

Ich bin gerade über die eine kleine Kurz-Dokuserie “Made by Hand” gestoßen und freue mich über die Portraits von Menschen, die ihren ganz persönlichen Weg gehen. Der neueste Film handelt von einer Imkerin, die am Rand einer Großstadt Bienen züchtet.

Es ist für mich total inspirierend zu sehen, wie sie mit der ganzen Leidenschaft “ihre eigene Religion” lebt. Das lässt mich wünschen eines Tages vielleicht genau DIE eine Sache zu finden, für die ich geboren bin, eine Aufgabe, die mich ganz ausfüllt und glücklich macht.

Welchen Traum hast du, den du leben willst?

Was flüstert dir das Leben nachts im Traum zu?

Wonach sehnt sich deine Seele?

 






... weiterlesen · { 2 } Kommentare · März 26, 2012 ·
Gesellschaft, Video >>

Und sie reichen übern Graben sich die Hand!

Was da gerade zwischen den Menschen im Iran und in Israel geschieht, finde ich herzerwärmend schön. Während die “da oben” über Atomwaffen und drohende Angriffskriege spekulieren – wie üblich den Kollateralschaden Mensch ungerührt in Kauf nehmend… hat sich ein Israeli namens Ronny Edry mit seiner 5jährigen Tochter abgelichtet und mit der Message versehen: “Iraner – wir werden euer Land niemals bombardieren. Wir lieben euch.”

Was nun passierte, ist einfach wunderbar und zur Nachahmung empfohlen: Tausende Facebooknutzer schlossen sich der Aktion an – und sowohl Iraner als auch Israelis zeigen ihr Gesicht zur deutlichen Botschaft: “Wir wollen keinen Krieg, wir kennen euch nicht, lasst uns lieber in Dialog treten, lasst uns Freunde werden.”

Das erinnert mich unweigerlich an die Liedzeilen von Bettina Wegner:

Ein Soldat ist auch ein Vater,

jemands Sohn und

jemands Mann…

… liebt die Mutter, liebt die Frau und liebt sein Kind.

Es ist Wahnsinn, dass ein Liebender auch Menschen töten kann,

die genauso wie er selber liebend sind.

Wenn Soldaten sich verbrüdern,

durch ein tausendfaches NEIN!

Und sie reichen über’n Graben sich die Hand:

Kann das Leben auf der Erde endlich

menschenfreundlich sein…

… und es braucht nicht mehr die Mahnung an der Wand.

 

Ist es nicht so, auch wenn es naiv klingen mag: Die Mächtigen führen zwar die Kriege, aber sie sind machtlos, wenn es keinen gibt, der in den Krieg ziehen will. Dass nun die Menschen sich zusammenschließen und einander näher rücken, macht Hoffnung dass ein oder anderer mehr begreift, wie sinnleer Kriegstreiberei ist.

 

 

 

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · März 26, 2012 ·
Alternativ Wohnen, Video >>

Auf kleinstem Raum leben

Da ich selbst in einem Zugwaggon lebe, kann ich mir vorstellen, wie es sich anfühlen muss in einem “Tiny House” zu leben. Die Bewegung der kleinen Häuser hat zum Ziel Menschen zu ermöglichen, mit ihren eigenen Händen ein winziges Haus zu bauen, in dem alles enthalten ist, was wirklich notwendig ist – und alle anderen Dinge als überflüssig angesehen werden, von denen man sich leichten Herzens trennen kann.

Da ist also ein Raum, unterteilt in Küchenzeile, Sitzecke. Mit einer Nassraum-Kabine. Und eine Leiter führt ins Schlafgemach, sprich zum Hochbett. Fertig.

 

 

Foto: Wikipedia (Tammy Strobel)  (links, rechts)

 

Foto: Tammy Strobel (links, rechts)

 

In ihrem Ansinnen kommt mir die Idee des Tiny Houses sehr nahe: sich von unnötigem Ballast befreien und schauen, was man wirklich zum Leben braucht und was einen nicht doch eher belastet. Wieso alles aufheben und sammeln und von Umzug zu Umzug mit sich mitschleppen? Ich glaube, wenn ich weniger Kram habe, habe ich die Chance mich mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren.

 

 

Webadressen für weitere Infos und Beispiele:

 

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · März 17, 2012 ·
Gesellschaft, Video >>

Die Facebook-Welle: Kony’s tausende Kindersoldaten – Infos und Kritikpunkte

Da bleibt einem die Luft weg: In Uganda treibt ein Mann seit Jahrzehnten sein Unwesen: er heißt Kony und wird gerade über WorldWideWeb berühmt. Die von Kony angeführte “Lord’s Resistance Army” hat geschätzte 66000 Kinder entführt und zu Soldaten gemacht und ist für die Vertreibung von 2 Millionen Menschen verantwortlich.

Wer von euch hat schon von der KONY 2012 – Kampagne gehört und was haltet ihr davon?

Der Film stammt von der Organisation “Invisible Children” und ihn gibt es auch auf Youtube.

Ich finde den Film wirklich sehr gut gemacht; spannend und mitreißend inszeniert… und vor allem mit einem hehren Ziel: einen Mann zu fassen, der ganz oben auf der Liste der weltweit gesuchten schlimmsten Verbrecher steht.

Worin ja auch eine gewisse “Gefahr” besteht zu sympathisieren, ohne genaue Hintergründe zu kennen. Nun, gegen Kindersoldatentum wird wohl fast jeder was haben. Ich frage mich aber auch, warum Kony so eine seltsam große Macht hat. Und ob, wenn nun alle Welt “Kony” liest (auf Plakaten und kleinen Kettchen am Armband…) … ob sich die Welt a) wirklich für eine Lösung interessiert, und zwar auch morgen noch b) nicht nur einfach Millionen Mitläufer “gefällt mir” klicken und die Sache wieder vergessen c) ob ihn als Thema bekannt zu machen zu dem Erfolg führen kann, dass er ins Gefängnis kommt d) ob es wirklich sein kann, dass ein einzige Mensch die “ganze Macht” hat und mit dem Ausfall dieser Person das ganze Problem beseitigt ist…

Im Film wird eine Liste erwähnt, auf der Kony ganz oben gelistet ist. Die Rede ist vom internationalen Strafgerichtshof (kurz: ICC), der sich international mit Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und Kriegsverbrechen beschäftigt. Die erwähnte Most-Wanted-Liste im Film nennt sich in ganzer Länge: “List of people indicted in the International Criminal Court.” 2005 wurde der Haftbefehl gegen Joseph Kony ausgerufen. Darin enthalten sind 33 Anklagepunkte, allesamt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (vorsätzliche Tötung, Versklavung, Zwangsprostitution, Vergewaltigung, unmenschliche Handlungen: schwere Verletzungen der körperlichen und geistigen Gesundheit) und wegen Kriegsverbrechen (grausame Behandlung von Zivilpersonen, Plünderung, Anstiftung zur Vergewaltigung, und die Zwangsrekrutierung von Kindern).

Ist die Kampagne unterstützenswert?

 Wichtig ist, dass die Dinge mal so angesprochen und aufbereitet werden, dass eine große Menge von Menschen von diesem Thema Wind bekommt. Es gibt unzählige Organisationen und Kampagnen die auf die Missstände versucht haben eindringlich hinzuweisen… aber bis vor ein paar Tagen kannte “so gut wie niemand” den Namen Kony… und keiner wollte was vom Problem der Kindersoldaten wissen. Jetzt geht ein Aufschrei um die Welt, und das ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Ein Anfang!!

Der Film macht leider leichte Tendenzen der Initiatoren zur Selbstdarstellung sichtbar. So bleiben andere Organisationen, die ebenfalls große Hilfe vor Ort geleistet haben unerwähnt, dass der Eindruck entsteht, niemand sonst hätte sich je um das Problem gekümmert.

Es beschleicht einen das Gefühl, einer gut ausgefeilten Werbekampagne zu erliegen, wenn im Film das “KONY KIT” angepriesen wird, welches man auf der Website für 15 Dollar kaufen kann (oder hier downloaden). Ziel ist es, am 20. April die “Offline-Welt” zu plakatieren. Gerade mal 30 % der Spenden fließen in Hilfeprojekte vor Ort, der Rest des Geldes wird für Filme und Werbemittel aufgewendet. Moritz (laute-irrt.de) fasst die Ausgaben so zusammen: >>Über eine Million US-Dollar der beinahe 9 Millionen US-Dollar Gesamtausgaben aus dem Jahr 2011 hat die Organisation für Reise- und Transportkosten ausgegeben. Weiterhin gingen 357.610 US-Dollar an die Filmproduktion und 951.552 US-Dollar sind als “Produktionskosten” angegeben.<< Vielleicht muss das so sein, vielleicht kann man nicht anders die Aufmerksamkeit der Massen erzielen. Dennoch: was könnte man alles mit den bisher gesammelten Spenden finanzieren!!

Es ist nicht in Abrede zu stellen, wie engagiert hier vorgegangen wird, und wie viele junge Menschen mitziehen. Hier entsteht ein weiterer Grundstein des neuen “WIR”-Gefühls… des globalen Zusammenhalts, was ich einfach nur befürworten kann. Sehr schön auf die Versinnbildlichung durch die umgedrehte Pyramide: die Umkehr der Macht; die Möglichkeit eines jeden einzelnen die Welt aktiv mitzugestalten und zu verändern: Durch das Internet finden Menschen zusammen, können wir Geschichten, Erfahrungen und Informationen verbreiten: schneller und effizienter denn je. Das ist unsere Macht. Und es ist auch ein wahnsinnig großes Potential, dass wir uns nebst Facebook-Gefällt-Mir-Klick auch noch selbst umfassend an anderer Stelle informieren können!

Ich trage mich in Sorge, dass auch Formen von “kollektiver Meinungsbildung” nur vorübergehender Natur sind, und dass das, was heute brisant ist und diskutiert wird, morgen schon wieder vergessen oder durch eine andere Katastrophe oder Schreckensmeldung verdrängt wird. Wir erleben eine Flut von Botschaften und Aufrufe zum Unterzeichnen von Petitionen – und in diesen Wellen drohen wir unterzugehen und haben unsere Füße keinen Grund mehr.

Sollte es gelingen, dass die weltweite Aufmerksamkeit dazu führt, dass die Machthaber sich dem öffentlichen Druck beugen, wäre ein großer Schritt getan. Bisher gibt es wohl kaum einen Krieg, der nicht aus wirtschaftlichen Interessen geführt wurde – und auch keine Einmischung in menschenrechtsverletzende Angelegenheiten, wenn nicht für die Eingreifer selbst etwas dabei herausspringen konnte. Was kann hier für die USA von Vorteil sein? Besteht hier nicht die Gefahr, einer modernen Propaganda zu erliegen – ein von den Massen abgesegneter Feldzug? Die Süddeutsche formuliert passend: >>Kony 2012 mag das Gute wollen, aber die Kampagne gibt doch eine ungute Vorahnung davon, wie leicht und schnell sich mit ihren Mitteln Massenunterstützung auch für noch größere militärische Interventionen organisieren ließe.<<

Mir geht nicht aus dem Kopf, dass in dem Film zu Krieg aufgerufen wird. Kann das die einzige Lösung sein? Und: Führt dann nicht das ugandische und us-amerikanische Militär Feldzug gegen Kindersoldaten???

Was nun völlig fehlt sind eigentlich die Hintergrundinformationen: Wer ist dieser Kony und warum hat er soviel Macht? Wer sind seine Mitstreiter, denn alleine wird so ein riesiges Heer wohl nicht zu bewegen sein. Man bedenke: Kony und 5 weitere Anführer stiften an: und hunderte andere ziehen mit, befolgen Befehle und vergewaltigen, foltern, töten. Anders gesagt: ohne die anderen wäre doch ein Kony auch machtlos! Laut Wikipedia ist das ausgesprochene Ziel der “Widerstandsarmee des Herrn” (LRA), dass das Land nach den 10 Geboten lebt und von einem gotterwählten Herrscher gelenkt wird… Wahnsinn, oder? Es fehlen Informationen und Aufklärung zu den Gegnern. Ich möchte gerne den ganzen Prozess verstehen, er kann und wird niemals so einfach schwarz-weiß sein!

Afrika wird wieder als das Problemkind hingestellt. Der gute Weiße muss kommen, um alles ins Lot zu bringen…

Sehr spannend ist auch das kurze Statement einer in den USA lebenden Uganderin, die sehr deutlich hinterfragt, warum das Militär gerade jetzt in Uganda aktiv sein will, obwohl Kony’s “Zenit” schon überschritten ist und er selbst sich gar nicht mehr in Uganda aufhält…

 

Hintergrundinformationen

Joseph Kony (*1961) ist der Rebellenführer der sogenannten Widerstandsarmee des Herrn (LRA, Lord’s Resistance Army), die es schon seit 1987 gibt und aus der Holy Spirit Movement hervorging. Kony gehört dem Stamm der Acholi an, welcher befürchtet von den Museveni vernichtet zu werden und deswegen eine Guerilla aufbaute. In einem Artikel auf Sudan Tribune finde ich die Information, dass er 27 Ehefrauen hat und mit diesen 42 Kinder. Es gab immer wieder Zeitungsberichte von ihm und die Schandtaten der LRA. So schreibt die Süddeutsche: “(Die LRA) verbrannte die Menschen bei lebendigem Leibe, zerhackte ihnen mit Äxten die Köpfe oder schlug ihnen mit Macheten Arme, Beine, Ohren, Nasen oder Lippen ab. Mehr als 100.000 Menschen kamen so schon zu Tode, mehr als eine Million wurden vertrieben, und auch wenn Kony mit einem internationalen Haftbefehl aus Den Haag gesucht wird, niemand konnte ihn bisher fassen. Die ugandische Armee besaß bis Anfang 2000 nicht einmal ein Foto des Kriegsverbrechers.” Im selbigen Artikel finde ich das erste mal auch einen Hinweis auf die Begründung seiner Macht. Denn ein Wahnsinniger allein macht keine Armee, die folternd durch die Lande zieht. Der Nordsudan hatte die LRA lange Zeit unterstützt, mit Geld und Waffen versorgt – weil sie gegen den Südsudan ins Feld zog.

Was ich übrigens besonders erschreckend finde – und was zur Zeit absolut unerwähnt bleibt, ist, dass die derzeitige Regierung Ugandas, unter Führung von Museveni in der National Resistance Army ebenfalls Kindersoldaten rekrutiert hat! Und dass das im Gegenzug ohne Folgen bleibt.

Es gibt einen Dokumentarfilm über die Kindersoldaten Ugandas, er heißt: “Lost Children” und wurde 2003/04 gedreht:

Schon 2006 – das ist jetzt 6 Jahre her! – gaben Nachrichtendienste bekannt, dass er weil er verfolgt wird, mit 15 anderen Rebellen in die Republik Kongo geflohen ist und dort schwer aufzufinden ist.

 

Eine Frage die bleibt, …

… ist: “Was können wir tun?” Es ist hilfreich und lohnenswert, erst einmal zu versuchen zu verstehen, wie dieser Konflikt (vor über 20 Jahren!) begann. Welche Entwicklungen seitdem genommen wurden, wie die Gesamtsituation zu erklären ist. Dabei wird man nicht nur feststellen, dass alles wahnsinnig konfus und vielschichtig ist, sondern auch, dass alle andern Beteiligten ebenfalls Blut an den Händen haben. Dass Kony nicht der “einzige Böse” ist, der irregeleitet seinen Wahnsinn treibt – sondern dass das Rekrutieren von Kindersoldaten durch Rebellengruppen als auch von Seiten der Regierungen (!) in viel zu vielen Ländern Gang und Gäbe ist.

 

weiterführende Linkhinweise

 

 






... weiterlesen · { 4 } Kommentare · März 9, 2012 ·
Gesellschaft, Video >>

Grade klare Menschen, wärn ein schönes Ziel

Unsere Kinder sind noch so klein, so verwundbar, so offen für alles – sie sprechen alles aus, schauen alles an und haben Fragen Fragen Fragen.

Auch wenn Bettina Wegner eine Unzahl anderer Lieder geschrieben hat, und nicht nur mit ihrem bekanntesten assoziiert werden mag, so möchte ich euch doch gerade dieses heute zeigen, weil es so schön ist und soviel Wahrheit enthält. Ich bin auch ganz fasziniert von dem Antlitz Bettinas selbst, mit ihren Zöpfen und den großen klaren Augen.






... weiterlesen · noch keine Kommentare · März 7, 2012 ·
Dies und Das, Leben und Lieben >>

Das tun, was mein Herz zum Lachen bringt

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunter zog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe.

(Charlie Chaplin)

 

Foto: Petr Novák, Wikipedia






... weiterlesen · 1 Kommentar · März 7, 2012 ·
Gesellschaft, Natur und Umwelt >>

Verstrahlt und vergessen? Was ist mit der Anti-Atom-Lobby los?

Von einem guten Freund erreichte mich eben die begrüßenswerte Nachricht, dass an den Vorarbeiten zum Bau des neuen Sarkophags in Tschernobyl begonnen wurde. Er wies mich auch darauf hin, dass diese Neuigkeit wenigstens auf dradio mit einem 8-Zeiler gewürdigt wurde.

Foto: VOA Photo/ D. Markosian

Schaut man sich die Websiten der Anti-Atombewegungen an, fehlt diese Mitteilung völlig. Ich frage mich, was da schief läuft. Einerseits gibts da die Transparente “Nie wieder Tschernobyl” oder “Tschernobyl, Fukushima, was kommt als nächstes?”…

Aber dass die Ummantelung des explodierten Reaktors in der nördlichen Ukraine schon seit Jahren so marode ist, dass nach und nach alles raussickert… dass es dafür Sanierungsmaßnahmen braucht… und die dortige Bevölkerung unsere Unterstützung! – davon ist nirgendwo die Rede. Wer weiß denn eigentlich dass damals einfach nur ein provisorischer “Sarkophag” zur Deckelung errichtet wurde, dass es da drinnen noch genauso aussieht wie 1986 und dass für die verbliebenen 150 Tonnen Reaktormasse erst jetzt eine halbwegs akzeptable Lösung gefunden wurde??

Verstrahlt und vergessen?

Ich finde es traurig und ehrlich gesagt macht es mir die Anti-AKW-Bewegung auch unglaubwürdig, dass ein so wichtiges Thema einfach übersehen wird und unerwähnt bleibt. Sollte es nicht gerade eine Antiatombewegung besonders kümmern, dass dort, wo die Gefahren gerade am größten sind, auch alle möglichen Maßnahmen um Schutz von Mensch und Natur unternommen wird?  Und warum wird immer nur Geld und noch mehr Geld in die Werbung für Demonstationen gesteckt, anstelle Spenden aufzuwenden für die Minimierung von Folgeschäden oder Unterstützung von Projekten für tatsächliche Atom-Opfer.

 

Achso, wen es interessiert:

Der neue Sarkophag heißt “New Safe Confinement” oder “New Shelter”, wörtlich aus dem Russischen “Objekt ‘Deckung'”. Der Bau sollte eigentlich schon 2007 anfangen. Und jetzt scheint wohl endlich die Maschinerie in Gang gesetzt worden zu sein: Dazu sind Maschinen nötig, die trotz der hohen Strahlenbelastung funktionsfähig bleiben.






... weiterlesen · noch keine Kommentare · März 4, 2012 ·
Gesellschaft, Natur und Umwelt >>

Die Zukunft der globalen Landwirtschaft


500 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Lagern haben sich zusammengesetzt, um über die globale Landwirtschaft zu diskutieren – und die Ergebnisse sind alarmierend. Sonja Sonnenburg von der Bürgerinitiative Tuchtberg hat eine kleine Zusammenfassung zum Weltagrarbericht geschrieben, die ich veröffentlichen darf:

Weiter wie bisher ist keine Option! 

Die Produktionserhöhung mittels steigendem Einsatz von Chemie und Energie kann den Welthunger nicht bekämpfen! Auch das Konsumverhalten (speziell der viel zu hohe Fleischkonsum in westlichen Industrienationen) wird angesprochen. Die Menschen müssen einfach wieder bescheidener werden. Wir müssen endlich lernen, Verantwortung für unser Handeln und für Mutter Erde zu übernehmen, wenn wir unseren Nachkommen das Überleben ermöglichen wollen!

Nutztiere sind mittlerweile zu einem direkten Nahrungsmittelkonkurrenten für den Menschen geworden, da sie nicht auf Grasland weiden, sondern mit Getreide und Soja gefüttert werden, von dem sich 3,5 Mio Menschen ernähren könnten! Das merken wir hierzulande vielleicht nicht, aber die Exportländer der Futtermittel haben große Probleme!!!

Die Mitwirkenden an diesem Bericht, den man mit dem Kjoto-Protokoll vergleichen kann (nur dass es da noch zu keiner Einigung gekommen ist) stammen keineswegs nur aus dem grünen Öko-Lager, sondern sind aus allen erdenklichen Bereichen, auch aus dem Lager der Konservativen und der Gentechnik!
Immerhin haben 58 Länder dieses Dokument unterzeichnet, sogar Frankreich und China. Deutschland hat nicht unterzeichnet. Das verwundert nicht in einem Land, wo die starke Lobby der Agrar- und Pharmaindustrie nichts sehnlicher wünscht als den Erhalt des Status Quo, auch wenn dabei die Welt zugrunde gerichtet wird. Haben diese Leute eigentlich Kinder? Was werden sie denen später eigentlich mal sagen? Dass sie sich unwissentlich auf Kosten der Armen und Schwachen bereichert haben? Wohl kaum!
Jedenfalls ist der Weltagrarbericht eine gute Argumentationshilfe für uns, wenn beratungsresistente Eu-Politiker (vornehmlich aus FDP und CDU) uns als ewig gestrige Romantiker hinstellen und die Reformvorschläge für die GAP blockieren wollen (siehe News bei top agrar online).
Viel Spaß beim Lesen, die Lage ist ernst!

Ich empfehle zum Weltagrarbericht folgende Internetseite:
www.weltagrarbericht.de

Außerdem eine kurze Zusammenfassung des Berichts: Wege aus dem Hunger (PDF)

 






... weiterlesen · noch keine Kommentare · März 1, 2012 ·
24.05.2015 mondamo.de | Kontakt