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Und sie reichen übern Graben sich die Hand!

Was da gerade zwischen den Menschen im Iran und in Israel geschieht, finde ich herzerwärmend schön. Während die „da oben“ über Atomwaffen und drohende Angriffskriege spekulieren – wie üblich den Kollateralschaden Mensch ungerührt in Kauf nehmend… hat sich ein Israeli namens Ronny Edry mit seiner 5jährigen Tochter abgelichtet und mit der Message versehen: „Iraner – wir werden euer Land niemals bombardieren. Wir lieben euch.“

Was nun passierte, ist einfach wunderbar und zur Nachahmung empfohlen: Tausende Facebooknutzer schlossen sich der Aktion an – und sowohl Iraner als auch Israelis zeigen ihr Gesicht zur deutlichen Botschaft: „Wir wollen keinen Krieg, wir kennen euch nicht, lasst uns lieber in Dialog treten, lasst uns Freunde werden.“

Das erinnert mich unweigerlich an die Liedzeilen von Bettina Wegner:

Ein Soldat ist auch ein Vater,

jemands Sohn und

jemands Mann…

… liebt die Mutter, liebt die Frau und liebt sein Kind.

Es ist Wahnsinn, dass ein Liebender auch Menschen töten kann,

die genauso wie er selber liebend sind.

Wenn Soldaten sich verbrüdern,

durch ein tausendfaches NEIN!

Und sie reichen über’n Graben sich die Hand:

Kann das Leben auf der Erde endlich

menschenfreundlich sein…

… und es braucht nicht mehr die Mahnung an der Wand.

 

Ist es nicht so, auch wenn es naiv klingen mag: Die Mächtigen führen zwar die Kriege, aber sie sind machtlos, wenn es keinen gibt, der in den Krieg ziehen will. Dass nun die Menschen sich zusammenschließen und einander näher rücken, macht Hoffnung dass ein oder anderer mehr begreift, wie sinnleer Kriegstreiberei ist.

 

 

 

 




Read full story · Comments { 0 } · März 26, 2012 ·
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Die Facebook-Welle: Kony’s tausende Kindersoldaten – Infos und Kritikpunkte

Da bleibt einem die Luft weg: In Uganda treibt ein Mann seit Jahrzehnten sein Unwesen: er heißt Kony und wird gerade über WorldWideWeb berühmt. Die von Kony angeführte „Lord’s Resistance Army“ hat geschätzte 66000 Kinder entführt und zu Soldaten gemacht und ist für die Vertreibung von 2 Millionen Menschen verantwortlich.

Wer von euch hat schon von der KONY 2012 – Kampagne gehört und was haltet ihr davon?

Der Film stammt von der Organisation „Invisible Children“ und ihn gibt es auch auf Youtube.

Ich finde den Film wirklich sehr gut gemacht; spannend und mitreißend inszeniert… und vor allem mit einem hehren Ziel: einen Mann zu fassen, der ganz oben auf der Liste der weltweit gesuchten schlimmsten Verbrecher steht.

Worin ja auch eine gewisse „Gefahr“ besteht zu sympathisieren, ohne genaue Hintergründe zu kennen. Nun, gegen Kindersoldatentum wird wohl fast jeder was haben. Ich frage mich aber auch, warum Kony so eine seltsam große Macht hat. Und ob, wenn nun alle Welt „Kony“ liest (auf Plakaten und kleinen Kettchen am Armband…) … ob sich die Welt a) wirklich für eine Lösung interessiert, und zwar auch morgen noch b) nicht nur einfach Millionen Mitläufer „gefällt mir“ klicken und die Sache wieder vergessen c) ob ihn als Thema bekannt zu machen zu dem Erfolg führen kann, dass er ins Gefängnis kommt d) ob es wirklich sein kann, dass ein einzige Mensch die „ganze Macht“ hat und mit dem Ausfall dieser Person das ganze Problem beseitigt ist…

Im Film wird eine Liste erwähnt, auf der Kony ganz oben gelistet ist. Die Rede ist vom internationalen Strafgerichtshof (kurz: ICC), der sich international mit Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und Kriegsverbrechen beschäftigt. Die erwähnte Most-Wanted-Liste im Film nennt sich in ganzer Länge: „List of people indicted in the International Criminal Court.“ 2005 wurde der Haftbefehl gegen Joseph Kony ausgerufen. Darin enthalten sind 33 Anklagepunkte, allesamt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (vorsätzliche Tötung, Versklavung, Zwangsprostitution, Vergewaltigung, unmenschliche Handlungen: schwere Verletzungen der körperlichen und geistigen Gesundheit) und wegen Kriegsverbrechen (grausame Behandlung von Zivilpersonen, Plünderung, Anstiftung zur Vergewaltigung, und die Zwangsrekrutierung von Kindern).

Ist die Kampagne unterstützenswert?

 Wichtig ist, dass die Dinge mal so angesprochen und aufbereitet werden, dass eine große Menge von Menschen von diesem Thema Wind bekommt. Es gibt unzählige Organisationen und Kampagnen die auf die Missstände versucht haben eindringlich hinzuweisen… aber bis vor ein paar Tagen kannte „so gut wie niemand“ den Namen Kony… und keiner wollte was vom Problem der Kindersoldaten wissen. Jetzt geht ein Aufschrei um die Welt, und das ist ein wichtiger und richtiger Schritt. Ein Anfang!!

Der Film macht leider leichte Tendenzen der Initiatoren zur Selbstdarstellung sichtbar. So bleiben andere Organisationen, die ebenfalls große Hilfe vor Ort geleistet haben unerwähnt, dass der Eindruck entsteht, niemand sonst hätte sich je um das Problem gekümmert.

Es beschleicht einen das Gefühl, einer gut ausgefeilten Werbekampagne zu erliegen, wenn im Film das „KONY KIT“ angepriesen wird, welches man auf der Website für 15 Dollar kaufen kann (oder hier downloaden). Ziel ist es, am 20. April die „Offline-Welt“ zu plakatieren. Gerade mal 30 % der Spenden fließen in Hilfeprojekte vor Ort, der Rest des Geldes wird für Filme und Werbemittel aufgewendet. Moritz (laute-irrt.de) fasst die Ausgaben so zusammen: >>Über eine Million US-Dollar der beinahe 9 Millionen US-Dollar Gesamtausgaben aus dem Jahr 2011 hat die Organisation für Reise- und Transportkosten ausgegeben. Weiterhin gingen 357.610 US-Dollar an die Filmproduktion und 951.552 US-Dollar sind als “Produktionskosten” angegeben.<< Vielleicht muss das so sein, vielleicht kann man nicht anders die Aufmerksamkeit der Massen erzielen. Dennoch: was könnte man alles mit den bisher gesammelten Spenden finanzieren!!

Es ist nicht in Abrede zu stellen, wie engagiert hier vorgegangen wird, und wie viele junge Menschen mitziehen. Hier entsteht ein weiterer Grundstein des neuen „WIR“-Gefühls… des globalen Zusammenhalts, was ich einfach nur befürworten kann. Sehr schön auf die Versinnbildlichung durch die umgedrehte Pyramide: die Umkehr der Macht; die Möglichkeit eines jeden einzelnen die Welt aktiv mitzugestalten und zu verändern: Durch das Internet finden Menschen zusammen, können wir Geschichten, Erfahrungen und Informationen verbreiten: schneller und effizienter denn je. Das ist unsere Macht. Und es ist auch ein wahnsinnig großes Potential, dass wir uns nebst Facebook-Gefällt-Mir-Klick auch noch selbst umfassend an anderer Stelle informieren können!

Ich trage mich in Sorge, dass auch Formen von „kollektiver Meinungsbildung“ nur vorübergehender Natur sind, und dass das, was heute brisant ist und diskutiert wird, morgen schon wieder vergessen oder durch eine andere Katastrophe oder Schreckensmeldung verdrängt wird. Wir erleben eine Flut von Botschaften und Aufrufe zum Unterzeichnen von Petitionen – und in diesen Wellen drohen wir unterzugehen und haben unsere Füße keinen Grund mehr.

Sollte es gelingen, dass die weltweite Aufmerksamkeit dazu führt, dass die Machthaber sich dem öffentlichen Druck beugen, wäre ein großer Schritt getan. Bisher gibt es wohl kaum einen Krieg, der nicht aus wirtschaftlichen Interessen geführt wurde – und auch keine Einmischung in menschenrechtsverletzende Angelegenheiten, wenn nicht für die Eingreifer selbst etwas dabei herausspringen konnte. Was kann hier für die USA von Vorteil sein? Besteht hier nicht die Gefahr, einer modernen Propaganda zu erliegen – ein von den Massen abgesegneter Feldzug? Die Süddeutsche formuliert passend: >>Kony 2012 mag das Gute wollen, aber die Kampagne gibt doch eine ungute Vorahnung davon, wie leicht und schnell sich mit ihren Mitteln Massenunterstützung auch für noch größere militärische Interventionen organisieren ließe.<<

Mir geht nicht aus dem Kopf, dass in dem Film zu Krieg aufgerufen wird. Kann das die einzige Lösung sein? Und: Führt dann nicht das ugandische und us-amerikanische Militär Feldzug gegen Kindersoldaten???

Was nun völlig fehlt sind eigentlich die Hintergrundinformationen: Wer ist dieser Kony und warum hat er soviel Macht? Wer sind seine Mitstreiter, denn alleine wird so ein riesiges Heer wohl nicht zu bewegen sein. Man bedenke: Kony und 5 weitere Anführer stiften an: und hunderte andere ziehen mit, befolgen Befehle und vergewaltigen, foltern, töten. Anders gesagt: ohne die anderen wäre doch ein Kony auch machtlos! Laut Wikipedia ist das ausgesprochene Ziel der „Widerstandsarmee des Herrn“ (LRA), dass das Land nach den 10 Geboten lebt und von einem gotterwählten Herrscher gelenkt wird… Wahnsinn, oder? Es fehlen Informationen und Aufklärung zu den Gegnern. Ich möchte gerne den ganzen Prozess verstehen, er kann und wird niemals so einfach schwarz-weiß sein!

Afrika wird wieder als das Problemkind hingestellt. Der gute Weiße muss kommen, um alles ins Lot zu bringen…

Sehr spannend ist auch das kurze Statement einer in den USA lebenden Uganderin, die sehr deutlich hinterfragt, warum das Militär gerade jetzt in Uganda aktiv sein will, obwohl Kony’s „Zenit“ schon überschritten ist und er selbst sich gar nicht mehr in Uganda aufhält…

 

Hintergrundinformationen

Joseph Kony (*1961) ist der Rebellenführer der sogenannten Widerstandsarmee des Herrn (LRA, Lord’s Resistance Army), die es schon seit 1987 gibt und aus der Holy Spirit Movement hervorging. Kony gehört dem Stamm der Acholi an, welcher befürchtet von den Museveni vernichtet zu werden und deswegen eine Guerilla aufbaute. In einem Artikel auf Sudan Tribune finde ich die Information, dass er 27 Ehefrauen hat und mit diesen 42 Kinder. Es gab immer wieder Zeitungsberichte von ihm und die Schandtaten der LRA. So schreibt die Süddeutsche: „(Die LRA) verbrannte die Menschen bei lebendigem Leibe, zerhackte ihnen mit Äxten die Köpfe oder schlug ihnen mit Macheten Arme, Beine, Ohren, Nasen oder Lippen ab. Mehr als 100.000 Menschen kamen so schon zu Tode, mehr als eine Million wurden vertrieben, und auch wenn Kony mit einem internationalen Haftbefehl aus Den Haag gesucht wird, niemand konnte ihn bisher fassen. Die ugandische Armee besaß bis Anfang 2000 nicht einmal ein Foto des Kriegsverbrechers.“ Im selbigen Artikel finde ich das erste mal auch einen Hinweis auf die Begründung seiner Macht. Denn ein Wahnsinniger allein macht keine Armee, die folternd durch die Lande zieht. Der Nordsudan hatte die LRA lange Zeit unterstützt, mit Geld und Waffen versorgt – weil sie gegen den Südsudan ins Feld zog.

Was ich übrigens besonders erschreckend finde – und was zur Zeit absolut unerwähnt bleibt, ist, dass die derzeitige Regierung Ugandas, unter Führung von Museveni in der National Resistance Army ebenfalls Kindersoldaten rekrutiert hat! Und dass das im Gegenzug ohne Folgen bleibt.

Es gibt einen Dokumentarfilm über die Kindersoldaten Ugandas, er heißt: „Lost Children“ und wurde 2003/04 gedreht:

Schon 2006 – das ist jetzt 6 Jahre her! – gaben Nachrichtendienste bekannt, dass er weil er verfolgt wird, mit 15 anderen Rebellen in die Republik Kongo geflohen ist und dort schwer aufzufinden ist.

 

Eine Frage die bleibt, …

… ist: „Was können wir tun?“ Es ist hilfreich und lohnenswert, erst einmal zu versuchen zu verstehen, wie dieser Konflikt (vor über 20 Jahren!) begann. Welche Entwicklungen seitdem genommen wurden, wie die Gesamtsituation zu erklären ist. Dabei wird man nicht nur feststellen, dass alles wahnsinnig konfus und vielschichtig ist, sondern auch, dass alle andern Beteiligten ebenfalls Blut an den Händen haben. Dass Kony nicht der „einzige Böse“ ist, der irregeleitet seinen Wahnsinn treibt – sondern dass das Rekrutieren von Kindersoldaten durch Rebellengruppen als auch von Seiten der Regierungen (!) in viel zu vielen Ländern Gang und Gäbe ist.

 

weiterführende Linkhinweise

 

 




Read full story · Comments { 4 } · März 9, 2012 ·
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Grade klare Menschen, wärn ein schönes Ziel

Unsere Kinder sind noch so klein, so verwundbar, so offen für alles – sie sprechen alles aus, schauen alles an und haben Fragen Fragen Fragen.

Auch wenn Bettina Wegner eine Unzahl anderer Lieder geschrieben hat, und nicht nur mit ihrem bekanntesten assoziiert werden mag, so möchte ich euch doch gerade dieses heute zeigen, weil es so schön ist und soviel Wahrheit enthält. Ich bin auch ganz fasziniert von dem Antlitz Bettinas selbst, mit ihren Zöpfen und den großen klaren Augen.




Read full story · Comments { 0 } · März 7, 2012 ·
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Verstrahlt und vergessen? Was ist mit der Anti-Atom-Lobby los?

Von einem guten Freund erreichte mich eben die begrüßenswerte Nachricht, dass an den Vorarbeiten zum Bau des neuen Sarkophags in Tschernobyl begonnen wurde. Er wies mich auch darauf hin, dass diese Neuigkeit wenigstens auf dradio mit einem 8-Zeiler gewürdigt wurde.

Foto: VOA Photo/ D. Markosian

Schaut man sich die Websiten der Anti-Atombewegungen an, fehlt diese Mitteilung völlig. Ich frage mich, was da schief läuft. Einerseits gibts da die Transparente „Nie wieder Tschernobyl“ oder „Tschernobyl, Fukushima, was kommt als nächstes?“…

Aber dass die Ummantelung des explodierten Reaktors in der nördlichen Ukraine schon seit Jahren so marode ist, dass nach und nach alles raussickert… dass es dafür Sanierungsmaßnahmen braucht… und die dortige Bevölkerung unsere Unterstützung! – davon ist nirgendwo die Rede. Wer weiß denn eigentlich dass damals einfach nur ein provisorischer „Sarkophag“ zur Deckelung errichtet wurde, dass es da drinnen noch genauso aussieht wie 1986 und dass für die verbliebenen 150 Tonnen Reaktormasse erst jetzt eine halbwegs akzeptable Lösung gefunden wurde??

Verstrahlt und vergessen?

Ich finde es traurig und ehrlich gesagt macht es mir die Anti-AKW-Bewegung auch unglaubwürdig, dass ein so wichtiges Thema einfach übersehen wird und unerwähnt bleibt. Sollte es nicht gerade eine Antiatombewegung besonders kümmern, dass dort, wo die Gefahren gerade am größten sind, auch alle möglichen Maßnahmen um Schutz von Mensch und Natur unternommen wird?  Und warum wird immer nur Geld und noch mehr Geld in die Werbung für Demonstationen gesteckt, anstelle Spenden aufzuwenden für die Minimierung von Folgeschäden oder Unterstützung von Projekten für tatsächliche Atom-Opfer.

 

Achso, wen es interessiert:

Der neue Sarkophag heißt „New Safe Confinement“ oder „New Shelter“, wörtlich aus dem Russischen „Objekt ‚Deckung'“. Der Bau sollte eigentlich schon 2007 anfangen. Und jetzt scheint wohl endlich die Maschinerie in Gang gesetzt worden zu sein: Dazu sind Maschinen nötig, die trotz der hohen Strahlenbelastung funktionsfähig bleiben.




Read full story · Comments { 0 } · März 4, 2012 ·
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Die Zukunft der globalen Landwirtschaft


500 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Lagern haben sich zusammengesetzt, um über die globale Landwirtschaft zu diskutieren – und die Ergebnisse sind alarmierend. Sonja Sonnenburg von der Bürgerinitiative Tuchtberg hat eine kleine Zusammenfassung zum Weltagrarbericht geschrieben, die ich veröffentlichen darf:

Weiter wie bisher ist keine Option! 

Die Produktionserhöhung mittels steigendem Einsatz von Chemie und Energie kann den Welthunger nicht bekämpfen! Auch das Konsumverhalten (speziell der viel zu hohe Fleischkonsum in westlichen Industrienationen) wird angesprochen. Die Menschen müssen einfach wieder bescheidener werden. Wir müssen endlich lernen, Verantwortung für unser Handeln und für Mutter Erde zu übernehmen, wenn wir unseren Nachkommen das Überleben ermöglichen wollen!

Nutztiere sind mittlerweile zu einem direkten Nahrungsmittelkonkurrenten für den Menschen geworden, da sie nicht auf Grasland weiden, sondern mit Getreide und Soja gefüttert werden, von dem sich 3,5 Mio Menschen ernähren könnten! Das merken wir hierzulande vielleicht nicht, aber die Exportländer der Futtermittel haben große Probleme!!!

Die Mitwirkenden an diesem Bericht, den man mit dem Kjoto-Protokoll vergleichen kann (nur dass es da noch zu keiner Einigung gekommen ist) stammen keineswegs nur aus dem grünen Öko-Lager, sondern sind aus allen erdenklichen Bereichen, auch aus dem Lager der Konservativen und der Gentechnik!
Immerhin haben 58 Länder dieses Dokument unterzeichnet, sogar Frankreich und China. Deutschland hat nicht unterzeichnet. Das verwundert nicht in einem Land, wo die starke Lobby der Agrar- und Pharmaindustrie nichts sehnlicher wünscht als den Erhalt des Status Quo, auch wenn dabei die Welt zugrunde gerichtet wird. Haben diese Leute eigentlich Kinder? Was werden sie denen später eigentlich mal sagen? Dass sie sich unwissentlich auf Kosten der Armen und Schwachen bereichert haben? Wohl kaum!
Jedenfalls ist der Weltagrarbericht eine gute Argumentationshilfe für uns, wenn beratungsresistente Eu-Politiker (vornehmlich aus FDP und CDU) uns als ewig gestrige Romantiker hinstellen und die Reformvorschläge für die GAP blockieren wollen (siehe News bei top agrar online).
Viel Spaß beim Lesen, die Lage ist ernst!

Ich empfehle zum Weltagrarbericht folgende Internetseite:
www.weltagrarbericht.de

Außerdem eine kurze Zusammenfassung des Berichts: Wege aus dem Hunger (PDF)

 




Read full story · Comments { 0 } · März 1, 2012 ·
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Es kann so nicht mehr weitergehen!

Noch klingen in mir die Worte nach, der Aufschrei dieser jungen Frau, die in dem Video einfach mal ihre ganze Wut und Verzweiflung ausdrückt. Sie hat es satt, dass es soviele Arme gibt in Mexiko, dass die Gelder nicht in Schulen und Wissenschaft investiert werden, sondern in Polizei und Militär. Sie hat die ganze Korruption und Bürokratie satt und steht mit ihren Worten sicherlich für tausende, abertausende Menschen, die einfach nicht mehr weiter wollen. Nicht so, nicht länger.

Das ist für mich doch ein sehr bewegendes Video, was mir mehr unter die Haut geht als manche medial perfekt aufgemachte Kampagne, die polarisiert und verteufelt.  Sicher, auch diese Frau schlägt keine Lösungen vor, sie will als erstes endlich einmal gehört werden: in ihrem Frust, ihrem Kummer, ihrer Ohnmacht.

Wir leben nicht in Mexiko. Aber es gibt eine Menge Sachen, bei denen ich auch gerne aufstehen möchte und mal so richtig meine Wut loswerden und ausdrücken kann! Was ist das für ein System, wo wir bei sovielem, was uns direkt angeht, nicht in die Entscheidungen mit einbezogen werden? Ja, sogar kaum die Macht haben, uns gegen „Politik von oben“ zu wehren? Zum Beispiel möchte ich Einfluss nehmen darauf, wie die Steuern, das Geld, dass ich erwirtschaftet habe für den Staat, ausgegeben werden. Ich möchte einfach nicht, dass damit Kriege finanziert werden oder Ausbeutung. Ich bin auch wütend und sehr resigniert über die Marionettenspielchen in der Politik. Ganz ehrlich: Welchem Politiker kann man überhaupt vertrauen? Wer hält sich an das, was er verspricht?

„Mit dem Gesicht zum Volke, nicht mit den Füßen in ner Wolke?“ (Gerhard Schöne)

Ich bin so wütend darüber, dass sich die wesentlichen Dinge nicht zu ändern scheinen, darüber dass alles bleibt wie es war, oder viel schlimmer noch: dass sie schlechter werden. Ich habe es satt, dass wir Tiere einpferchen, sie nie das Sonnenlicht sehen lassen und massenweise Fleisch wegschmeißen. Ich habe es satt, dass wir afrikanische Länder wie ein Problemkind behandeln, wo wir doch selbst Mitverursacher der Probleme sind. Ich habe es satt, dass wir billige Kleidung tragen müssen, wofür andere sich zu Tode schuften… und jedes Vierteljahr eine neue Mode und der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten; aber Konsum macht ja so glücklich und „Haste was, biste was“. Ich habe es satt, dass Bomben gebaut werden und immer weiter an Techniken gefeilt wird, den Krieg noch grausamer führen zu können. Ich habe es satt, dass es immer nur um Geld geht und Macht und Profit und Wachstum. Ich denke wir können auch anders! Wir müssen nicht so leben, wer hat uns das überhaupt so beigebacht!? Wer glaubt noch daran? Und muss am Ende dran glauben?

Die Frage ist doch: In was für einer Welt wollen wir leben? Und wie können wir dahin gelangen? Wie können wir das Leben auf der Erde, miteinander, untereinander so leben, dass es schön und bereichernd ist? Ist es nicht langsam wirklich an der Zeit?

 

"I am REALLY PISSED!"

Foto: Rita Kravchuk




Read full story · Comments { 0 } · Februar 19, 2012 ·
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Lasst sie doch leben!

Ich bin froh gerade das Bild von Frieda entdeckt zu haben. Frieda ist 13 Jahre alt und eine Kuh. Sie lebt im Kuh-Altersheim von Hof Butenland. Denn Kühe können bis zu 30 Jahre alt werden. Dreißig. So alt bin ich noch nicht einmal. Die können dich quasi länger als ein Hundeleben begleiten! Wer Rindfleisch isst, hat jedoch ein Tier auf dem Teller, dass etwa anderthalb Jahre oder -bei Kalbsfleisch- sogar nur 4 Monate alt geworden ist.
Und nun sehe ich Frieda. Sie steht da und schaut und hat irgendwie… etwas sehr friedvoll-freundliches an sich.

Kühe haben große schöne warme Augen. Wie Pferde. Und sie können auch: verdammt traurig reinschauen. Wie in der Geschichte des gleichnamigen Buches Die Kuh die weinte: Ein Schlachter muss seine Arbeit kündigen, weil die zur Tötung geführte Kuh ihn nur weinend anschaut und er diesen Blick nicht aushält.

So ähnlich ging es auch Jan Gerdes, dem Gründer dieses Kuh-Altersheimes: Als Bauer, der seine Arbeit aufgeben und daher all seine Kühe zur Schlachtung abgeben wollte, fand er sich plötzlich in folgender grotesker Situation wieder: Zwölf Kühe passten nicht mehr in den Abtransporter. „Ich wusste ja was mit den Tieren passiert“, erklärt er in einem Beitrag von DeutschlandRadio: „Stundenlang auf der Autobahn, dann werden sie abgeladen und stehen da, voller Panik bevor sie geschlachtet werden.“ Kurzerhand entschließt er, die 12 Verbliebenen einfach zu behalten.

Doch es bleibt nicht bei den Kühen, inzwischen ist der Hof ein Altersheim für alle Arten von Tieren geworden, die nie zuvor liebevolle menschliche Pflege erfahren haben: Mastschweine, Hühner, Pferde, Tiere aus Versuchslaboren… Hier ermöglichen Jan Gerdes und Karin Mück den Tieren ein würdevolles Leben.

Ich habe einfach nur größten Respekt vor diesem Projekt und freue mich, dass Hof Butenland ins Leben gerufen wurde. Meine monatliche „5% vom Gehalt“-Spende geht dieses mal eindeutig an das Altersheim!

 

 




Read full story · Comments { 0 } · Februar 18, 2012 ·
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Siebentausend Millionen

Wie die Karnickel, hat mein Opa immer früher gesagt. Oder hab ich den Spruch aus den Büchern? Na, die Menschen sind jedenfalls nicht viel besser, da wir inzwischen die 7 Milliarden-Grenze überschritten haben. Klingt einerseits ja ein bisschen bedrohlich diese Zahl, wenn man bedenkt dass jeder einzelne für Einzigartigkeit steht. Eigene Träume, eigene Lebensgeschichte, eigene Art, die Welt wahrzunehmen!

Die National Geographic behauptet in ihrem Werbespot zumindest, dass wir alle in Los Angeles reinpassen würden, der ganze Menschheitshaufen.

Und die Frage mit der Ernährung? Wie kriegen wir tausendmal 7 Millionen Münder gefüllt? Täglich? Es sei genug für alle da, heißt es, man hätte nur ein kleines Verteilungsproblem. Wenn ich da an den Filmstart von „We feed the World“ denke, in dem gezeigt wird wieviel Brot täglich weggeworfen wird, glaube ich, dass es nicht nur eine Frage der Verteilung ist, sondern auch eine Frage des eigenen Lebensstils.

(siehe ab 2min 15s)

 




Read full story · Comments { 0 } · Februar 18, 2012 ·
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Weltkarte alternativer Lebensgemeinschaften

Gestern ist das Verzeichnis aller Ökohöfe, Kommunen und Gemeinschaften online gegangen. Ich habe lange an einem neuen Design der alternativen Linkdatenbank LiLinet gesessen, um das ganze auch optisch ansprechend zu gestalten ;)

Mein Traum ist es, eine Weltkarte aller Gemeinschaften und ungewöhnlicher Lebensformen zu erstellen; ein Online-Verzeichnis in das man von überallher Einsicht nehmen kann, um zB seine Reiseroute zu planen.

Noch befindet sich das ganze natürlich im Aufbau. Also: Helft mit!

Kennt ihr vielleicht Menschen, die in Gemeinschaft leben und sich in dem Verzeichnis eintragen wollen? Der Eintrag in die Liste der Gemeinschaften ist kostenlos! Ihr könnt gerne in den Kommentaren posten, wenn euch Ökohöfe, alternative Projekte oder Lebensgemeinschaften einfallen – oder aber diese Seite gleich weiterempfehlen, dass sie sich selbst eintragen können. Danke.

 

Bitte füllt einfach folgenden Fragebogen aus und fügt ihn in das Beschreibungsfeld bei der Anmeldung ein:

Name der Gemeinschaft:
Lage: (städtisch, ländlich, Kleinstadt)
Anzahl der Personen:
Kinder: 
Beschreibung:
Grundsätze / Ziele:
Arbeitsbereiche:
gesprochene Sprachen:
Aufnahme neuer Mitglieder? 
Schlag-bzw. Suchwörter:
Adresse / Kontakt:




Read full story · Comments { 11 } · Februar 12, 2012 ·
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Immer auf der Höhe der Zeit

Gerade heute habe ich darüber nachgedacht, ob ein iPhone mir lieber wäre als mein Handy. Ich verbringe schon so sehr viel Zeit im Internet, ich glaube, der Besitz eines iPhones würde mir nicht helfen, mein Leben zu vereinfachen. Na klar, inmitten vom Nirgendwo könnte ich herausfinden, wo ich mich geographisch gerade befinde. Und wenn man in einer Diskussion über eine bestimmte Hintergrundinformation unklar ist, ließe sich das schnell mit Wikipedia klären. Nur früher hat man vielleicht miteinander geredet, heute wirst du auf Google verwiesen. Da schläft die Kommunikation ja ein.

Abgesehen davon, kann man dann also überall auf der Welt auf seine Emails zugreifen. Das ist für mich eine Steigerung von dem Gedanken, „immer und überall verfügbar“ zu sein. Wozu das? Da bist du in einem Gespräch mit jemanden und wirst abgewürgt, weil ein Klingelgepiepe ertönt. Warum hat derjenige der anruft, größere Priorität als derjenige, der vor deiner Nase sitzt? Mir unbegreiflich. Ich schalte gerne mal mein Handy aus oder lasse es zu Hause liegen. Früher war das Leben ja auch so möglich :)

Wir haben also bessere Kommunikationsmittel – aber schlechtere Kommunikation. Wichtige Dinge werden nicht besprochen sondern in 160 Zeichen gequetscht. Kann das gutgehen? Wir müssen aufpassen, dass wir nicht uns total in der Isolationsfalle der technischen Errungenschaften verlieren: jeder nur noch für sich selbst, nicht mehr wirklich in Verbindung mit anderen.

Volker Strübing hat das in seinem Cartoon auch ganz gut zusammengefasst:

 

„Ich sag nur […] Überbevölkerung und Furztongenerator, mehr sag ich nicht. Na gut ich sag noch Atomkraft und Windkraft, und Bildzeitung, […] und Haustierpsychologen, Telefonwarteschleifen, und Golfplätze in der Wüste, und Billigflüge, Waljagd und Finanzcrashs, …“

(22.12.2011)

— Nachtrag 20.01.2012

Und da man vor lauter iphonieren die Welt um sich herum gerne mal vergisst, gibt es jetz ein App, das die potentiell gefährlichen Konsequenzen abmildert…

 

 




Read full story · Comments { 1 } · Januar 20, 2012 ·
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Menschen wachzurütteln aus ihrer Gleichgültigkeit (Nachtwey)

Schon als ich den Film „War Photographer“ geschaut hatte, ging ich zutiefst erschüttert und auch beeindruckt von Nachtwey aus dem Kino. Als schweigsamer und stiller Mann, der er eigentlich ist, erstaunt er 2007 in einer TED-Konferenz mit seiner langen Rede. Er zeigt nur einen Bruchteil seiner Arbeit, doch das reicht aus, um aufs Gemüt und den Magen zu schlagen. Die Bilder haben es leider in sich.
Da gibt es den Moment, in dem er ein Bild zeigt und ohne Worte das Publikum einfach nur anschaut. Sein Ausdruck verrät, wie stark ihn sein Beruf eigentlich mitnimmt, welche Verzweiflung und Wut er in sich trägt. Ich überlege ernsthaft, ob er nachts noch schlafen kann.

Man kann sich da recht leicht fragen, warum er sich diese Arbeit seit 29 Jahren antut. In seinem Vortrag gibt er selbst Antwort dazu:
1) Gesellschaftsprobleme können erst gelöst werden, wenn sie benannt und identifiziert werden.
2) Kriegsfotografien geben denjenigen eine Stimme, die sonst keine Stimme haben.

Erschreckend ist für mich auch das Argument, Hunger sei eine Massenvernichtungswaffe. Die Folgen von Kriegen sind unermesslich.

 

weitere Infos und Fotos habe ich auf einer Extraseite zusammengetragen: [James Nachtwey – der Kriegsfotograf]

++ James Nachtwey: Wieso Krieg fotografieren? ++

Es hat schon immer Krieg gegeben. Auch genau in diesem Moment ist Krieg auf der Welt. Und es gibt wenig Grund zu hoffen, dass sich das so schnell ändern wird. Je „zivilisierter“ Menschen werden, desto wirksamer, desto grausamer werden ihre Methoden zur Vernichtung von Mitmenschen. Kann Fotografie etwas ausrichten gegen ein menschliches Verhalten, das die Geschichte überdauert? Eine geradezu lächerlich überzogene Vorstellung, sollte man meinen. Und doch ist das genau die Idee, die mich motiviert hat.

Ich sehe die große Chance der Fotografie darin, dass sie ein Gefühl für Humanität zu wecken vermag. Wenn Krieg die Folge eines Zusammenbruchs der Menschlichkeit ist, dann kann Fotografie das Gegenteil von Krieg sein; richtig eingesetzt, kann sie sogar zum Gegengift werden. Wenn einer wie ich mitten in den Krieg zieht, um alle Welt wissen zu lassen, was da wirklich passiert, dann versucht er auf seine Weise, den Frieden auszuhandeln. Vielleicht haben die Kriegführenden deshalb so ungern Fotografen dabei.

Ruanda, 1994

Könnte ein jeder Mensch auch nur einmal mit eigenen Augen sehen, was Phosphor aus dem Gesicht eines Kindes macht oder welch unaussprechlicher Schmerz durch eine einzige Kugel verursacht wird,  wie ein verirrter Granatsplitter dem Nebenmann das Bein abreißt – wenn jeder nur ein einziges Mal dort wäre und selbst den Gram und die Angst spüren könnte – dann würden sie verstehen, dass nichts es rechtfertigt, einem Menschen so etwas anzutun, geschweige denn Tausenden.

Aber nicht jeder kann dort sein, und deshalb gehen Fotografen dahin: um Aufmerksamkeit für das zu erwecken, was tatsächlich los ist, um Bilder zu machen, die wahrhaftig genug sind, die beschönigenden Darstellungen der Massenmedien zu korrigieren und die Menschen wachzurütteln aus ihrer Gleichgültigkeit; um zu protestieren und durch die Kraft dieses Protests auch andere zum Protestieren zu bewegen.

Am Schlimmsten ist das Gefühl, dass ich als Fotograf vom Elend anderer profitieren könnte. Dieser Gedanke verfolgt mich. Ich schlage mich tagtäglich mit ihm herum, weil ich weiß, dass ich, wenn ich jemals persönliches Erfolgsstreben wichtiger nehmen würde als mein aufrichtiges Mitgefühl, dann hätte ich meine Seele verkauft. Für dieses Umdenken allerdings ist mir der Einsatz zu hoch.

(James Nachtwey)




Read full story · Comments { 2 } · Januar 16, 2012 ·
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So, do you like the System?

Die Ungaren sind wütend – und haben mit Dorottya Karsay jetzt eine Stimme. Ihr MusikVideo greift seit Wochen in Ungarn um sich, aber ich bekomme jetzt erst Wind davon. Einmal geschaut und schon in den Bann genommen. Mensch, wir sind soviele, die etwas ändern wollen – und wir alle wollen, wie sie so schön singt:

I like it when everyone does what they are supposed to do
I like it when everyone takes their own responsibility
I like it when politicians don’t blame others for their own mistakes
I like it when they give us a chance to make a living
I like it when there is hope, there is intention and we act
I like it when no one takes to the streets, ‘cos there’s no need
I like it when I enjoy life with all of you
I like it when we leave all our fears behind

Bitte klickt im Video auf „cc – subtitles“ um die englische Übersetzung mitverfolgen zu können!

———

Nachtrag 07.01.

Durch Gabi, meine ungarische Namensvetterin, habe ich jetzt auch noch das Video entdeckt, welches die Ursachen des Protests kurz und bündig erläutert:




Read full story · Comments { 3 } · Januar 5, 2012 ·
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Machtexplosion durch das Internet

Was hat sich in letzter Zeit am meisten geändert? Ich würde Herrn Kruse zustimmen: Es ist die deutliche Machtverschiebung vom „Anbieter“ zum „Nachfrager“. Durch das Internet hat sich der Welt ein Instrument aufgetan, Wissen zu verbreiten, Neuigkeiten schnell an Gleichgesinnte weiterzuleiten, die explosionsartig weitere erreichen – weil wir vernetzt sind, weil es noch nie so einfach war dieses „GEMEINSAM SIND WIR STARK“ auch auszuleben!

Als Herr Kruse im Juli 2010 diese kurze Rede hielt, standen der arabische Frühling und die Bewegung Occupy (USA, Deutschland, und anderswo) noch bevor. Wer weiß, was noch alles kommen mag?

Ein eindrucksvolles Beispiel, wie zB Twitter genutzt werden kann, zeigt die Live-Map die die Tage des Castortransportes dokumentiert mit den zahlreichen Meldungen die zu der Zeit getwittert wurden:

Aber eben weil das Internet so wichtig ist, um Sachen ändern zu können – um die kritische Masse zu erreichen, die Änderung leichter möglich macht – ist es WICHTIG aller Zensur und Spitzelei im Netz Einhalt zu gebieten.

 

 




Read full story · Comments { 0 } · Dezember 26, 2011 ·
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Frieden? Von wegen!

Ich würde Klaus, den Geiger unheimlich gerne mal persönlich kennenlernen. Da setzt sich ein Mann, ungeachtet aller Konventionen und Vorurteile mitten in die Fußgängerzone von Köln auf das Pflaster und spielt Geige. Nicht etwa eine freundlich-sanfte Bourée, sondern vielmehr schrille Töne, die widerspiegeln, was fühlt: Wut.

Klaus singt aus Protest. Friedenspanzer, Friedensverhandlungen, die friedliche Nutzung … was für Wörter doch mit Frieden beginnen! Er hinterfragt die Scheinheiligkeit hinter so manchen heren Zielen: wie zum Beispiel für den Frieden zu beten – oder doch für die Moneten?

 

 




Read full story · Comments { 0 } · Dezember 20, 2011 ·
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