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Essbare Stadt – LebensMittelPunkt

Seit über 2 Jahren verfolgt Andernach, eine Stadt im Westes des südlichen Mitteldeutschlands, die Idee, statt der üblichen Blumenbepflanzung Essbares und Wildkräuter anzupflanzen. Das ist wirklich ein wunderbares Pilotprojekt und ich staune und freue mich, das so etwas in Deutschland möglich ist.

Jeder Bürger kann sich einfach von den Salaten, Tomaten und Bohnen bedienen. Zudem werden auch seltenere Arten gepflanzt, dass wieder etwas von der natürlichen Artenvielfalt erhalten bleibt.

Daumen hoch! Und ich bitte doch sehr um Nachahmer!

Wie hat Andernach das geschafft?

2010 war in Andernach das Jahr der Tomate. 101 verschiedene Tomatensorten wurden angebaut und die Bürger konnten sich reichlich bedienen.
Bild: Eliza

Im britischen Todmorden (was ein Name…) ist etwas ähnliches aus einem kleinen Guerilla-Gardening-Projekt entstanden. Die Initiatoren wollten einfach, dass die Stadt sich in Zukunft selbst versorgen könne. Frage mich nur, wo all das Geld für die Pflanzen herkommt, und so Pflege der Beete ist doch sicherlich auch aufwändig? In einer verkehrsdröhnenden Großstadt würde ich dann wohl eher nichts pflücken, hier müsste es einfach so mehr Grün und Bäume geben, die der Luft das zurückgeben, was wir ihr nehmen…

Aber kleine Städte und allerhand Dörfer könnten doch anstelle der Blumenkästen einfach Kürbisse pflanzen ;)

 






... weiterlesen · { 2 } Kommentare · July 9, 2012 ·
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Ein einzelnes Steak macht tatsächlich einen Unterschied

Ich habe nicht nachgerechnet, aber es ist bestimmt etwas wahres dran: Tiere benötigen Essen und Trinken. Und das über einen mehr oder weniger längeren Zeitraum. Die ganzen Ackerflächen, die für pflanzliche Lebensmittel für den Menschen aufgewendet werden könnten… werden also vom Futtermittel-Anbau belegt. Vom Wasserverbrauch mal ganz zu schweigen.

In meinem Rabenschnabel-Kalender steht auf der Seite für den 21.03.2011 geschrieben, dass man den Begriff “virtuelles Wasser” eingeführt hat. Der dient dazu, zu beschreiben, wieviel Wasser für die Herstellung eines Produktes “wirklich” also direkt und indirekt verbraucht wird. Also für eine Tasse Kaffee beispielsweise braucht es nicht nur das Wasser für die Tasse, sondern auch das Wasser für den Anbau, den Wasserbedarf für Ernte, Verschiffung, Röstung und Verpackung. Da kommt man auf satte 140 Liter. Wow.

Ein kleiner Auszug aus der Liste der Produkte:

  • 1 DIN A4 Blatt: 10 Liter
  • 1 Mirkochip, der 2 g wiegt: 32  Liter
  • ein Kilogramm Weizen:  1100 Liter
  • ein Kilogramm Reis: 4000 Liter
  • ein Kilogramm Rindfleisch: 15000 Liter

Was man mit der Liste nun anfängt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich finde es nur wichtig, dass man sich bewusst macht, wieviel Mühe und Arbeit und Energie hinter jeder Sache steckt – und dass man dann die Dinge und Lebensmittel vielleicht auch anders wertschätzen kann.

 

 






... weiterlesen · { 3 } Kommentare · December 20, 2011 ·
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