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Gesellschaft, Natur und Umwelt >>

Die Zukunft der globalen Landwirtschaft


500 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Lagern haben sich zusammengesetzt, um über die globale Landwirtschaft zu diskutieren – und die Ergebnisse sind alarmierend. Sonja Sonnenburg von der Bürgerinitiative Tuchtberg hat eine kleine Zusammenfassung zum Weltagrarbericht geschrieben, die ich veröffentlichen darf:

Weiter wie bisher ist keine Option! 

Die Produktionserhöhung mittels steigendem Einsatz von Chemie und Energie kann den Welthunger nicht bekämpfen! Auch das Konsumverhalten (speziell der viel zu hohe Fleischkonsum in westlichen Industrienationen) wird angesprochen. Die Menschen müssen einfach wieder bescheidener werden. Wir müssen endlich lernen, Verantwortung für unser Handeln und für Mutter Erde zu übernehmen, wenn wir unseren Nachkommen das Überleben ermöglichen wollen!

Nutztiere sind mittlerweile zu einem direkten Nahrungsmittelkonkurrenten für den Menschen geworden, da sie nicht auf Grasland weiden, sondern mit Getreide und Soja gefüttert werden, von dem sich 3,5 Mio Menschen ernähren könnten! Das merken wir hierzulande vielleicht nicht, aber die Exportländer der Futtermittel haben große Probleme!!!

Die Mitwirkenden an diesem Bericht, den man mit dem Kjoto-Protokoll vergleichen kann (nur dass es da noch zu keiner Einigung gekommen ist) stammen keineswegs nur aus dem grünen Öko-Lager, sondern sind aus allen erdenklichen Bereichen, auch aus dem Lager der Konservativen und der Gentechnik!
Immerhin haben 58 Länder dieses Dokument unterzeichnet, sogar Frankreich und China. Deutschland hat nicht unterzeichnet. Das verwundert nicht in einem Land, wo die starke Lobby der Agrar- und Pharmaindustrie nichts sehnlicher wünscht als den Erhalt des Status Quo, auch wenn dabei die Welt zugrunde gerichtet wird. Haben diese Leute eigentlich Kinder? Was werden sie denen später eigentlich mal sagen? Dass sie sich unwissentlich auf Kosten der Armen und Schwachen bereichert haben? Wohl kaum!
Jedenfalls ist der Weltagrarbericht eine gute Argumentationshilfe für uns, wenn beratungsresistente Eu-Politiker (vornehmlich aus FDP und CDU) uns als ewig gestrige Romantiker hinstellen und die Reformvorschläge für die GAP blockieren wollen (siehe News bei top agrar online).
Viel Spaß beim Lesen, die Lage ist ernst!

Ich empfehle zum Weltagrarbericht folgende Internetseite:
www.weltagrarbericht.de

Außerdem eine kurze Zusammenfassung des Berichts: Wege aus dem Hunger (PDF)

 




Read full story · Comments { 0 } · März 1, 2012 ·
Gesellschaft, Video >>

Es kann so nicht mehr weitergehen!

Noch klingen in mir die Worte nach, der Aufschrei dieser jungen Frau, die in dem Video einfach mal ihre ganze Wut und Verzweiflung ausdrückt. Sie hat es satt, dass es soviele Arme gibt in Mexiko, dass die Gelder nicht in Schulen und Wissenschaft investiert werden, sondern in Polizei und Militär. Sie hat die ganze Korruption und Bürokratie satt und steht mit ihren Worten sicherlich für tausende, abertausende Menschen, die einfach nicht mehr weiter wollen. Nicht so, nicht länger.

Das ist für mich doch ein sehr bewegendes Video, was mir mehr unter die Haut geht als manche medial perfekt aufgemachte Kampagne, die polarisiert und verteufelt.  Sicher, auch diese Frau schlägt keine Lösungen vor, sie will als erstes endlich einmal gehört werden: in ihrem Frust, ihrem Kummer, ihrer Ohnmacht.

Wir leben nicht in Mexiko. Aber es gibt eine Menge Sachen, bei denen ich auch gerne aufstehen möchte und mal so richtig meine Wut loswerden und ausdrücken kann! Was ist das für ein System, wo wir bei sovielem, was uns direkt angeht, nicht in die Entscheidungen mit einbezogen werden? Ja, sogar kaum die Macht haben, uns gegen „Politik von oben“ zu wehren? Zum Beispiel möchte ich Einfluss nehmen darauf, wie die Steuern, das Geld, dass ich erwirtschaftet habe für den Staat, ausgegeben werden. Ich möchte einfach nicht, dass damit Kriege finanziert werden oder Ausbeutung. Ich bin auch wütend und sehr resigniert über die Marionettenspielchen in der Politik. Ganz ehrlich: Welchem Politiker kann man überhaupt vertrauen? Wer hält sich an das, was er verspricht?

„Mit dem Gesicht zum Volke, nicht mit den Füßen in ner Wolke?“ (Gerhard Schöne)

Ich bin so wütend darüber, dass sich die wesentlichen Dinge nicht zu ändern scheinen, darüber dass alles bleibt wie es war, oder viel schlimmer noch: dass sie schlechter werden. Ich habe es satt, dass wir Tiere einpferchen, sie nie das Sonnenlicht sehen lassen und massenweise Fleisch wegschmeißen. Ich habe es satt, dass wir afrikanische Länder wie ein Problemkind behandeln, wo wir doch selbst Mitverursacher der Probleme sind. Ich habe es satt, dass wir billige Kleidung tragen müssen, wofür andere sich zu Tode schuften… und jedes Vierteljahr eine neue Mode und der Kleiderschrank platzt aus allen Nähten; aber Konsum macht ja so glücklich und „Haste was, biste was“. Ich habe es satt, dass Bomben gebaut werden und immer weiter an Techniken gefeilt wird, den Krieg noch grausamer führen zu können. Ich habe es satt, dass es immer nur um Geld geht und Macht und Profit und Wachstum. Ich denke wir können auch anders! Wir müssen nicht so leben, wer hat uns das überhaupt so beigebacht!? Wer glaubt noch daran? Und muss am Ende dran glauben?

Die Frage ist doch: In was für einer Welt wollen wir leben? Und wie können wir dahin gelangen? Wie können wir das Leben auf der Erde, miteinander, untereinander so leben, dass es schön und bereichernd ist? Ist es nicht langsam wirklich an der Zeit?

 

"I am REALLY PISSED!"

Foto: Rita Kravchuk




Read full story · Comments { 0 } · Februar 19, 2012 ·
Leben und Lieben, Video >>

Mit dem Leben im Fluss sein

Ich habe heute zwei meditative Videos für euch, für einen entspannenden Abend.

Sie erinnern mich daran, dass in und um uns immer Veränderung ist, der wir sanft nachspüren können. Alles ist im Fließen, im steten Wechsel von Werden, Sein und Vergehen. Und nicht vergessen: danach kommt wieder das Werden.

Das Leben verhält sich vielleicht so, wie die Jahreszeiten: im Frühling entsteht etwas Neues, ist voller Energie und Lebenslust. Im Sommer fühlst du die volle Pracht, die Wärme, die Geborgenheit; im Herbst kannst du die Früchte davon tragen – aber es ist auch die Zeit der Stürme, des Aufgewühltseins, der Umbrüche. Dann kommt der Winter und du kehrst in dich, um das Erlebte zu Durchdenken, sacken zu lassen, zu verdauen. Eine Zeit der Stille und inneren Einkehr. Du fühlst dich vielleicht leer und weißt nicht, wie es weiter gehen soll. Aber in dir, tief unter der Schneedecke in der Erde… liegt schon der Samen verborgen, der nicht allzubald zum Leben erweckt wird. Trotzig und strotzend: ich bin wieder da! Ein neues Leben, ein neuer Anfang!

Lass los, und du hast zwei Hände frei.

(chinesisches Sprichwort)


 




Read full story · Comments { 0 } · Januar 7, 2012 ·
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